1. Februar 2022
Jenny Bittroff

Veganuary

Vegane Ernährung – mittlerweile könnte man meinen, dass es nicht einen einzelnen Menschen gibt, der den Begriff “Vegan” nicht kennt. In den vergangenen Jahren wurde man zunehmend mit dem Begriff konfrontiert. Wir haben Lebensmittel im Supermarkt gesehen, die als solche gekennzeichnet wurden, Rezepte in Magazinen gelesen, die ein gesundes Leben versprechen und von zahlreichen Artikeln und Diskussionen zur Thematik gehört.

Auch unseren Ladies von VAST FORWARD ist der Begriff nicht unbekannt. Unter uns tummeln sich bereits Teilzeit-Veganerinnen und Vegetarierinnen. Im Zuge der Implementierung unserer VAST GREEN Strategie bleibt es nicht aus, dass wir über das Thema Nachhaltigkeit auch nachdenken, sobald der Laptop zugeklappt ist. Gegen Ende des Jahres 2021 kam VAST Lady Julia mit einer Teamchallenge auf uns zu: dem Veganuary.

Der Ursprung des Veganuary liegt in Großbritannien als Organisation, die von Privatpersonen gegründet wurde. Ziel des Veganuary ist es, den ersten Monat im neuen Jahr als eine Art Aktionsmonat zu nutzen und den Veganismus bekannt zu machen und zu fördern. 2019 warb dann Veganuary Deutschland erstmalig für den Monat und rief Privatpersonen und Unternehmen dazu auf, sich anzuschließen. Bereits zwei Jahre später taten dies mehr als 200 Unternehmen.

Der Organisation und seinen AnhängerInnen geht es um mehr als den Verzicht auf tierische Produkte im Monat Januar – es geht um Inspiration, Austausch und Zusammenschluss. Auf der internen Website (www.veganuary.de) findet man zahlreiche Rezeptideen, Einkaufstipps, Anleitungen und Kampagnen. 

Man hat dem Team angemerkt, dass die Idee, sich für 2022 anzuschließen, einige nervös gemacht hat.

Letztendlich haben wir uns entschieden, jedem die Freiheit zu lassen, in ihrem Tempo zu handeln. Das heißt zum Beispiel, dass FleischesserInnen einen Monat lang auf Fleisch verzichtet haben oder KuhmilchliebhaberInnen sich durch die zahlreichen Alternativen probiert haben.

Im Laufes des Monats gab es einige ups and downs – nicht zuletzt aufgrund der ständigen Dunkelheit und dem Regenwetter in Kombination mit dem Verzicht auf gewohntes Soulfood. 

Das ist zwar nicht perfekt, jedoch geht es uns vor allem um die Balance und die Auseinandersetzung mit dem Thema. Sich stetig zu hinterfragen, neues auszuprobieren und mit kritischem Blick in den Supermarkt zu gehen, diesen Anspruch sehen wir für uns. 

“Mit einem veganen Lifestyle kann jede/r von uns etwas gegen die Klimakrise beitragen.” Anja Auer

Zum Abschluss des Monats hat sich Julias Mutter dazu bereit erklärt, einen Lunch & Learn für das Team vorzubereiten. Anja lebt bereits seit vielen Jahren vegan, führt mittlerweile ein Veganes Restaurant in Japan, gibt Kochkurse und hält Vorträge zum Thema. Sie hat uns erzählt, warum sie mit einer solchen Passion hinter ihrer Lebensweise steht und was sie dazu gebracht hat, ihre Ernährung und ihr Handeln umzustellen.

Vor zwanzig Jahren führte sie einen Arte Dokumentation über Tierhaltung und Fleischherstellung dazu, von heute auf morgen auf Fleisch zu verzichten. Sie erzählte, dass es vor so langer Zeit für den Großteil aller Leute unvorstellbar war, dass sich eine Person dazu entscheidet, kein Fleisch mehr zu essen – von Restaurantbesuchen ganz zu schweigen. Vor etwa 10 Jahren, damals noch wohnhaft in Neuseeland, lernte sie eine vegane Familie kennen. Hier entstand der erste Berührungspunkt zur Ernährungsumstellung. Für Anja geht es nicht allein um die gesundheitlichen und moralischen Vorteile einer veganen Ernährung. Vor allem die bereits präsente Klimakrise sollte uns Menschen überdenken lassen, wie wir zu eben dieser beitragen und was wir tun können, um unsere Umwelt zu entlasten. 

“Mit einem veganen Lifestyle kann jede/r von uns etwas gegen die Klimakrise beitragen.”

Anja spricht aus Überzeugung und Leidenschaft. Man merkt ihr schnell an, dass diese doch sehr große Entscheidung ihr Leben verändert und bereichert hat.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bei Anja für den Einblick und die inspirierenden Worte bedanken. 

Damit endet der erste Monat des neuen Jahres – es war spannend, herausfordernd und lehrreich gemeinsam an einer Challenge teilzunehmen. Wir sind gespannt was für Team Challenges wir uns in den folgenden Monaten noch stellen werden. 

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