1. August 2022
Julia Kriegel

Plastic Free July

Unsere VAST GREEN Initiative ist ein echtes Team-Projekt, und wir glauben, dass echte, nachhaltige Veränderung nur gemeinsam möglich ist. Die Frage bei lang laufenden internen Projekten ist aber: Wie können wir als Team motiviert bleiben? 

Unser Ansatz im März 2022 war unsere VAST GREEN Team Challenge. 

In ganz unterschiedlichen Aufgaben haben wir in unserer „GREEN Challenge“ Life-Hacks und Anregungen rund um die Themen Nachhaltigkeit und Achtsamkeit geteilt. Wir haben uns selbst auf die Finger und gegenseitig über die Schulter geguckt, um uns im Alltag für nachhaltige Perspektiven auf unsere Lebensgestaltung und -Entscheidungen zu sensibilisieren (https://vast-green.com/en/green-challenge-in-march/). 

Diese erste GREEN Challenge hat uns nicht nur viel Spaß gemacht, sondern hilft uns, mit Abwechslung und immer wieder überraschenden Insights an unserem Ziel, der nachhaltigen Entwicklung von VAST FORWARD, weiter zu arbeiten. 

Im Juli haben wir jetzt eine neue Challenge aufgelegt. Passend zum „Plastic Free July“- nennen wir sie die „Plastic Free July Challenge“. Fokus der Challenge waren Plastik-Vermeidung, -Wiederverwendung und -Alternativen zur “Convenience Ressource Plastik”. 

Aber was steckt eigentlich hinter dem Plastic Free July?

Gegründet wurde der Plastic Free July von einem kleinen Team in Westaustralien in 2011 – heute ist die Initiative zu einer der einflussreichsten Umweltkampagnen der Welt herangewachsen. Jedes Jahr nehmen schätzungsweise 140 Millionen Menschen aus 190 Ländern am Plastic Free July teil und verpflichten sich auch weit über dem Monat Juli hinaus dazu, ihren Plastikkonsum weitgehend zu reduzieren (https://www.plasticfreejuly.org/about-us/)

Die Challenge haben wir einfach in unseren Projektalltag integrieren können. Den gesamten Juli über teilten wir jeden Montag, Mittwoch und Freitag im VAST GREEN Slack-Channel eine neue Aufgabe, ein Quiz oder eine Frage, die wir mit unseren jeweiligen Antworten, Bildern und Inspirationen im Team offen geteilt haben. Begleitet haben wir die Challenge auch in unserem Instagram-Kanal, damit unsere Community miträtseln oder Anregungen sowie Fragen mit uns teilen konnte. 

Es war wieder sehr spannend, unsere Alltagsgewohnheiten genau anzuschauen,  Nutzungsgewohnheiten zu erkennen und uns darüber austauschen, wie wir als Einzelne unseren Plastik-Konsum ändern und unsere Abhängigkeit zur Ressource Plastik verringern können. 

Einige Beispiele aus unserer Challenge:

Durch das Segelprojekt VAST FLOATING haben wir als ganzes VAST FORWARD Team eine besondere Verbindung zum Ozean. Und wahrscheinlich kennen wir alle die Bilder von Plastikmüll in den Meeren und die Geschichten von Mikroplastik in den Nahrungsketten (einige Daten findet ihr hier: https://www.sea-help.eu/dies-das/plastik-plastikmuell-im-meer/ ). 

Gestartet haben wir unsere Juli-Challenge darum mit der Frage, wie lange verschiedene Plastikgegenstände, wie Plastikflaschen oder Plastiktüten, im Meer benötigen, bis sie sich vollständig zersetzt haben. Die Ergebnisse waren mal wieder augenöffnend und motivieren natürlich, unseren eigenen Plastik-Konsum zu überdenken. 

Also haben wir im nächsten Schritt nach Alternativen gesucht, wie wir Verpackungen und Gebrauchsgegenstände aus Plastik vermeiden können oder wie Plastik-Produkte, die sich nicht vermeiden lassen, wiederverwendet werden oder einem „zweiten Leben“ zugeführt werden können. Schön war zu sehen, dass wir als Team in unserem Alltag schon vieles richtig machen und nach dem Prinzip “reduce, recycle and reuse“ leben:

Franzi zeigte uns, wie sie Produkte zur täglichen Pflege oder Hausmittel mittlerweile selber herstellt. Sie befasst sich dabei bis ins Detail mit Inhaltsstoffen, die sich in herkömmlichen Produkten verstecken – so haben wir alle eine Menge dazugelernt! Wir finden das großartig! Go Franzi!

Natürlich ging es auch wieder darum, die Augen in der eigenen, direkten Umgebung aufzumachen und uns zu sensibilisieren, wie viel Plastikmüll überall zu finden ist: unsere Aufgabe dafür heißt “Plogging” (https://de.wikipedia.org/wiki/Plogging), das Sammeln von Müll während des Joggens oder Spazierengehgens. 

Das Gute am Plogging ist natürlich das Gefühl, einen Beitrag zu leisten, aber auch, gleich einen Effekt zu sehen: die Mengen an Müll, den wir immer wieder auf Straßen, Parks oder an Seen finden, sind erschreckend.

Wir haben in unserer zweiten Challenge einiges an Neuem mitgenommen. Das motiviert uns, mit unserer Nachhaltigkeitsinitative VAST GREEN weiterzumachen – und mit unseren Ergebnissen in unserer Community gleich möglichst viele Menschen auf die Dringlichkeit des Klimawandels und in diesem Fall des Plastik-Problems aufmerksam zu machen. 

Nach Angaben von den Gründern des Plastic Free July’s führt die Teilnahme an der Challenge übrigens zu folgenden Ergebnissen:

_ eine Verringerung der Haushaltsabfälle um 15 kg pro Person und Jahr (3,5% weniger Abfall) 

_ weltweite Reduzierung von 2,1 Milliarden Tonnen Abfall und Recycling, einschließlich 300 Millionen Kilogramm Plastikverbrauch

_ 86% der Menschen nehmen Veränderungen vor, die zu einer Gewohnheit / einem Lebensstil werden 

_ nach 11 Jahren hat Plastic Free July die Nachfrage nach abgefülltem Wasser um 2,3%, nach Obst- und Gemüseverpackungen um 3,1% und nach Plastikstrohhalmen um 4,0% reduziert (Quelle: https://www.plasticfreejuly.org/about-us/

Die Zahlen sprechen für sich. Wir werden auf jeden Fall weitermachen, Plastikprodukte so gut es geht zu ersetzen und nach neuen Alternativen zu suchen. Habt ihr noch weitere Ideen oder eine weitere Challenge für uns? Wenn ja, dann meldet euch gern via green@vast-forward.com.

Grüne Kraft voraus mit VAST GREEN!

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